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    Die deutsche Hochschulmeisterschaft im Hockey. Immer wieder ein schönes Ereignis, bei dem sich viele Hockeysportler treffen, um miteinander zu spielen und zu feiern. Das ist immer sehr schön, wenn, tja wenn da nicht ein paar Mannschaften wären, die diese Sache sehr ernst nehmen würden. Die mit allen Ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten in die Vollen greifen.

    Warum solche Sätze, warum eine Mannschaft für sportlichen Ehrgeiz anprangern? Das ist ganz einfach, es die Art und Weise, wie diese Methoden durchgezogen werden. Und diese Art und Weise, wie Köln bei der DHM ins Halbfinale gekommen ist, war nicht korrekt. Aber erst mal zum Geschehen.

    Da waren also die "Stick Pirates", welche als Gruppenzweiter ins Viertelfinale kamen. Und da waren die Kölner, welche in ihrer Gruppe den ersten Platz errangen. Und so trafen die Kölner gegen die Hannoveraner im Viertelfinale aufeinander. Interessant war, daß beide Mannschaften keinen Torwart hatten. Die Kölner steckten deshalb einen Feldspieler in die Torwartkluft. Die Hannoveraner fragten den Münchener Ersatztorwart. Nun waren beide Tore besetzt und das Spiel konnte losgehen.

    Aufgrund bisheriger Ergebnisse konnte man wohl davon ausgehen, daß Köln dieses Spiel gewinnen würde. Aber es kam anders. Schon nach wenigen Minuten führte Hannover mit zwei zu null Toren. Plötzlich kamen Stimmen aus der Kölner Mannschaft auf: "Ist egal, die spielen sowieso außer Konkurenz...". Und dann stand es auch noch drei zu null für Hannover. Alle samt durch gute Konter herausgespielte Tore. Köln kämpfte und wurde stärker, aber letztendlich reicht es alles in allem nur zu einer drei zu zwei Niederlage. Nach spielerischen Gesichtspunkte war Hannover im Halbfinale.

    Nach dem Abpfiff hatte Köln aber keine Not oder gar Trauer über die Niederlage, da war ja noch der nicht spielberechtigte Torwart. Sofort schritten die Kölner zum Schiedsgericht. Nach einer längeren Unterredung mit dem ADH-Chef Hillmann wurde entschieden, daß Köln im Halbfinale steht, da Hannover mit einem nicht spielberechtigten Spieler das Match bestritten hatte. Das ist übrigens völlig richtig.

    Wo ist jetzt der unfaire Part in der Geschichte? Das Problem liegt darin, daß Köln erstmal abgewartet hat, wie das Spiel ausgeht. Als sie dann verloren hatten, mußte die Rechtsabteilung her. Sicherlich wird jeder Kölner Spieler behaupten, daß dieser Protest schon vor dem Spiel abgegeben wurde. Das stimmt aber nicht. Und so hat Köln verloren. Aber nicht nur das Spiel, sondern auch ihr Ansehen als faire Mannschaft. Ein von Köln nicht zu übertreffender Akt von Dekandenz und der großen Angst ein Spiel zu verlieren! Im übrigen hat Köln nicht ein einziges Spiel nach den Gruppenspielen gewonnen und ist trotzdem Dritter geworden. Aber wir wissen ja alle: "DER BESSERE GEWINNT!".

    Ralph Anthes

Letztes Update dieser Seite Last Update:Tue 27.Jun 2006 14:18